Categories: Allgemein
      Date: 01. Mai 2012
     Title: „Mir gengan am 1. Mai“ – Sie auch? Wir auch!

Falls Sie sich obenstehende Zeile tatsächlich gedacht haben, möchte ich anmerken, dass es nicht nur Ihnen so erging: Nein, auch eine Gruppe von Freiwilligen, Zivildienern und den Kindern der Jugendgruppe des ASB Wilhelmsburg ist bereits ab 8 Uhr morgens losgezogen, um SIE an den 4 Eingängen zum Kirtag um eine Spende für den Samariterbund Wilhelmsburg zu bitten.



Gleich vorneweg möchten wir uns hiermit ganz ausdrücklich bei dem großen Teil der Kirtagbesucher bedanken: Jeder einzelne Euro aus Ihrer Hand ist für uns wirklich kostbar!
Am Samstag, den 12. Mai wird unser neuer Rettungswagen, den wir kaufen mussten, beim 1. Samariter-Heurigen im Stadtpark Wilhelmsburg eingeweiht. Spätestens jetzt wissen Sie, wohin Ihr Geld fließen wird! Auch dank Ihnen ist es uns möglich, weiterhin einen Rettungs- UND einen Krankentransportwagen auf der Dienststelle zu besetzen.

Ich möchte Ihnen aber auch nicht vorenthalten, worüber sich unsereins während des „Spenden Sammelns“ doch etwas amüsieren muss. Hier einige Klassiker:

Denken Sie sich immer: Jemand von uns sagt „Grüß Gott! Hätten Sie vielleicht eine Spende für den Samariterbund?“
Und hier einige der Antworten:

„I zoi e beim Roten Kreiz ei.“
Spenden, die Sie an das Rote Kreuz richten, helfen eben diesem, nicht dem Samariterbund, der in Wilhelmsburg stationiert ist.

„Na danke.“
Wenn Sie in Not geraten sagen wir sicher nicht „Nein Danke!“

„Bei uns woa eh gestern wer Stroßnsaummeln!“
Der Samariterbund Wilhelmsburg macht zur Zeit keine Haussammlungen – wem da bloß gestern Geld gegeben wurde?

„I oaweit e söwa im Kraunkenhaus, i tua scho gnua.“
Jeder freiwillige Rettungssanitäter bei uns geht arbeiten und engagiert sich hier in der Freizeit.

„Bei dera Hitz bleib i jetzt net nu stehn und suach mei Gödbersl aussa..“
Ist das tatsächlich so eine Tortur? Wir rücken bei Wind und Wetter aus.

Bitte fühlen Sie sich nun nicht vor den Kopf gestoßen. Uns allen ist natürlich bewusst, dass der Großteil der Kirtagbesucher uns auch heute wieder ganz toll unterstütz hat! Das ist großartig, und wir schätzen das wirklich sehr!

Es ist nur auch wichtig, hin und wieder Dinge bewusst zu machen, die man im Vordergrund vielleicht nicht direkt sieht. Tatsächlich kommt bei einem Notfall in Wilhelmsburg primär der Samariterbund Wilhelmsburg, und auch die Nachbardienststellen St. Georgen und Traisen sind Samariterbund-Dienststellen. Es stimmt auch, dass wir derzeit keine Straßensammlungen machen – bitte fragen Sie doch genauer nach, für wen die Spende bestimmt ist. Auch, dass das RettungssanitäterInnen-Dasein nicht immer einfach ist, ist klar: Oft ist es besonders heiß oder ordentlich kalt, häufig muss nach einem anstrengenden Nachtdienst müde in die Arbeit gefahren werden, und nicht zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass jeder von uns ganz schnell in die Situation geraten kann, die Rettung zu brauchen. Der 1€ tut Ihnen nicht weh, und uns hilft er in Summe ausgesprochen viel.

Ich hoffe, dass wir uns am 12. Mai beim 1. Samariter-Heurigen und danach erst wieder beim nächsten Kirtag sehen werden!
Herzlichst, Lena Walchshofer

autor: Lena Walchshofer